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Der Mai ist gekommen

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Der Mai ist gekommen

Der Mai ist gekommen

 

„Den Mai muss man nehmen, wann er kommt, und käme er zu Weihnachten.“

 

Am 30. April tanzen die einen in den Mai und am 01. Mai meinen andere, sie müssten mit Steinen schmeißen. Und der große Rest ist einfach nur froh, einen Tag frei zu haben.

Wenn man schon dabei ist, frei zu haben, kann man ja auch einfach seinen Gedanken freien Lauf lassen und ein wenig über den Tag der Arbeit nachdenken, den Tag, der Maibäume beschert und Tänze und Steine und Freizeit.

Wann habt Ihr Euch das letzte Mal über Eure Arbeit gefreut? Wann wart Ihr dankbar, dass Ihr eine feste Arbeitsstelle habt, mit Toiletten, fließendem Wasser und geregelten Pausen? Könnt Ihr Euch erinnern? Oder erinnert Ihr Euch eher an Euer Gemecker über die kaputte Kaffeemaschine, den nörgelnden Chef und die empfindlichen Kollegen?

Wir sollten zwischen all den Tänzen, Bäumen, Steinen und dem Gemecker innehalten und an alle denken, die keine Arbeit haben, obwohl sie gern eine hätten. An die, zu denen erst Günther Wallraff kommen muss um ihre schlechten Arbeitsbedingungen der ganzen Welt zu zeigen. An die, für die sich trotzdem nichts ändert. Und wir sollten an die denken, die pausenlos arbeiten und dennoch nicht davon leben können. An die Baumwollpflücker oder Näherinnen in der Dritten Welt, deren Arbeitsbedingungen in keiner Weise mit den unseren vergleichbar sind.

Was würden all diese Menschen sagen wenn wir ihnen von der kaputten Kaffeemaschine im Büro erzählen? Oder von unserem unzufriedenen Chef?

Denkt mal drüber nach – am 01. Mai habt Ihr einen ganzen Tag Zeit dafür!

 

 

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